GSB 7.0 Standardlösung

Lebenszyklusmanagement (SPT-303)

In den kommenden Jahren sind eine Vielzahl von baulichen Erhaltungsmaßnahmen bei den Verkehrsträgern Schiene, Straße und Wasserstraße aufgrund der alternden Verkehrsinfrastruktur und der Erreichung der geplanten Nutzungsdauer bzw. der Kapazitätsgrenzen notwendig. Diese Maßnahmen müssen trotz stetig weiter steigenden Anforderungen insbesondere an die Verfügbarkeit und Dauerhaftigkeit der Verkehrsinfrastruktur zuverlässig, effizient und kostengünstig abgewickelt werden. Daneben nehmen der ressourcenschonende Einsatz von Baustoffen, Mensch und Maschine sowie das bauzeitoptimierte Realisieren von Baumaßnahmen eine immer größere Bedeutung ein. An diesem Punkt setzt das Lebenszyklusmanagement (LZM) an.

Lebenszyklusmanagement im Verkehrssektor

Das Lebenszyklusmanagement hat das Ziel die vorhandenen personellen und finanziellen Mittel optimal einzusetzen, um die Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur über den gesamten Lebenszyklus zu gewährleisten.
Die aktuellen Arbeiten bauen auf dem bereits entwickelten Konzept für ein indikatorgestütztes und verkehrsträgerübergreifendes Lebenszyklusmanagement auf. Dieses Konzept soll nun schrittweise auf Praxistauglichkeit überprüft werden. Im nächsten Schritt identifizieren die Expertinnen und Experten, gemeinsam mit den Anwendenden, die geeigneten Indikatoren, um die Bauwerke im Sinne der Maximierung ihrer Leistungsfähigkeit zu bewerten. Ziel ist es, aus einer großen Fülle von möglichen Indikatoren diejenigen zu identifizieren, welche den größten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Bauwerks haben und gleichzeitig mit möglichst geringem Ressourceneinsatz erhoben werden können.

Im Schwerpunktthema Lebenszyklusmanagement werden die Ergebnisse der anderen Schwerpunktthemen des Themenfelds Zuverlässige Verkehrsinfrastruktur und des Themenfelds Digitale Technologien erschließen einbezogen. Die Ergebnisse der Zustandserfassung, beispielsweise das frühzeigte Erkennen von Schadmustern an Bauwerken durch neue Formen der Datenaufnahme und -analyse, werden einbezogen. Die Berücksichtigung der Ergebnisse aus dem Schwerpunktthema Zuverlässigkeit, Risiko und Resilienz ermöglicht es, die Zuverlässigkeit und den Widerstand gegen unvorhergesehene Ereignisse für die Verkehrsinfrastruktur zu erhöhen. Der zukünftige Einsatz von Building Information Modelling (BIM) kann helfen, die Verlässlichkeit im Lebenszyklus von Bauwerken zu erhöhen und die Erhaltungsplanung zu optimieren.

Koordination:

N.N.

Beteiligte Behörden:

  • BASt
  • BAW
  • DZSF/EBA